Die erste Gipfelbibliothek der Welt entstand 2006 als Initiative der Hüttenwirtin Silvia Huber und ihrer Freundin, der Kufsteiner Autorin Brigitte Weninger im wilden Kaiser in Tirol. Bergführer brachten auf ihrer ersten „Litera-Tour“ wetterfest verpackte ausgewählte Bücher auf die Gipfel des wunderschönen Gebirges. Dort konnten Bergsteiger sich an der Literatur bedienen, dies im Internet bekanntgeben und das gelesene Buch auf einem anderen Gipfel oder in eigens dafür vorgesehenen Orten zurückgeben.
Dasselbe passierte letztens in Südtirol. Im Ultental und im Deutschnonsberg war man von der Idee, das Wandern und Höhen erklimmen mit dem Lesen zu verbinden, begeistert. Schnurstracks wurden 30 Bücher, von bekannten Paten ausgewählt, gesammelt. Auf dem Laugen, eben im Ultental entstand so das zweite Basislager der Gipfelbibliothek. Tourismusbüro, AVS, Bibliothekarinnen aus Lana und Ulten sowie der Referent für Kultur in der Gemeinde St. Pankraz führten die umfangreiche Vorarbeit durch. Auch der italienische Alpinclub C.A.I. Alto Adige beteiligte sich etwas später an dem Projekt. Sogar Sponsoren, natürlich aus dem Bereich der Bücher, boten sich an.
Am 30. Juni 2008 dann der Startschuss für die Gipfelbibliothek auf dem Laugen. Die feierliche Eröffnung zog sofort die Ausleihe einiger Bücher mit sich. Die Verbreitung auf den Gipfeln in der Umgebung war somit garantiert. Nun musste nur noch die Sache mit dem Internet funktioneren. Einträge wurden gemacht und unter News findet man auf der Homepage der etwas anderen Südtiroler Bibliothek Berichte zum Stand der Dinge.
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